Mein Weekend an Bord der Queen Victoria

Die Queen Victoria von Cunard Line vor Hamburg

Die Queen Victoria von Cunard Line vor Hamburg

Das Kreuzfahrtfieber geht weiter: vergangenen Juli war ich auf der Queen Victoria von Cunard unterwegs. Zwar nur eine Mini-Kreuzfahrt von Southampton nach Hamburg, jedoch ideal um das Schiff und das Produkt kennenzulernen. Wie ich persönlich „the british way to travel“ erlebte und was mich besonders an Cunard erfreut hat, erfahrt ihr in diesem Blogpost!

Cunard Line: das erste mal mit der Queen Victoria

Am 05. Juli 2018 haben wir uns auf den Weg Richtung Southampton gemacht. Von Basel aus sind wir mit EasyJet nach London Gatwick geflogen, wovon wir einen Privattransfer nach Southampton hatten. Cunard selber bietet auch einen Transfer an, welcher pro Person gute 100 US-Dollar kostet.

Die Kreuzfahrt ab Southampton startete erst am 06. Juli, also einen ganzen Tag später. So hatten wir die Gelegenheit Southampton zu erkunden. Da die Hafenstadt eine lange Seefahrtstradition pflegt, haben wir uns entschlossen den Tag dem Sea City Museum zu widmen. Der Eintritt kost 8 Pfund pro Person und beinhaltet eine individuelle Tour durch die verschiedenen Ausstellungen. Die Titanic Gallery war eine davon und sehr zu empfehlen. Die Tour begann mit dem Bau des Schiffes und endete mit dem Untergang respektive mit dem ganzen Untersuchungsprozess. Dazwischen konnte man nachempfundene Kabinen aus der 2. Klasse anschauen oder alte Zeitungsartikel, Logbücher oder Briefe der Gäste der Titanic bestaunen. Das Highlight schlechthin: eine alte Taschenuhr, welche beim Untergang um genau 02.20 stehen geblieben ist – ein Gänsehautmoment!

Den Nachmittag nutzen wir, um uns in der Altstadt umzuschauen und die Shoppingmeile zu erkunden. Hier wird jeder fündig: ein grosses Shoppingcenter lädt zum Flanieren und Essen ein, Läden gibt es genügend!

Gegen 15 Uhr haben wir dann auf der Queen Victoria eingecheckt und erstmals den leckeren Champagner auf unserer Balkonkabine genossen. Wir hatten die Kabine 4035 auf Deck 4 im Bereich des Buges. Die Kabine war sehr grosszügig eingerichtet und dekoriert und bietet genügend Platz für 2 max. 3 Personen. Mein Pluspunkt hier: eine eigene Kaffeemaschine.

Nach der Sicherheitsübung nutzten wir die Gelegenheit und verabschiedeten uns von Southampton bei einer tollen Sailaway Party auf dem Lido Deck. Die Stimmung war gelassen und locker. Den kleinen Hunger stillten wir mit leckeren Canapés.

Tag 2: zwischen Tea Time und Fechten

An unserem zweiten Tag auf der Queen Victoria verbrachten wir die Zeit auf hoher See. Zwischen Southampton und Hamburg lagen gute 1000 Kilometer und jede Menge Erholung. Unser Tag startete mit einem leckeren Kaffee auf unserem Balkon, geführt von einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse des Lido Buffets. Danach zeigte sich noch die Sonne und bei gefühlten 27 Grad brutzelten wir in unseren Badehosen in einem der gemütlichen Strandkörbe. Zwischendurch kühlten wir uns im Pool ab oder tranken einen erfrischenden Mojito!

Am Abend ging es dann eher formeller zu und her: die Frauen in einem Cocktailkleid, die Männer in einem Jacket und dunkler Jeans oder Hose. Ein Hemd oder Poloshirt ist fast schon Pflicht. Wir hatten keine Galaabende auf unserer Mini-Kreuzfahrt, es ist jedoch zu empfehlen, formeller Kleider dabeizuhaben. Vor der Kreuzfahrt informiert Cunard die Gäste immer, wann welche Kleiderform erwünscht/vorgeschrieben ist.

Im Britannia Restaurant, welches über zwei Decks geht, speist der grösste Teil der Passagiere. So auch wir. Ein leckeres fünf Gänge Menu erwartete uns an diesem Abend und ich muss echt zugestehen, dass ich vorher auf keinem anderen Schiff so gut gegessen habe wie auf der Queen Victoria. Man spürt, dass sich Cunard beim Essen nicht lumpen lässt – seht selber:

Unseren Abend haben wir dann bei einem leckeren Gin Tonic im Royal Court Theater ausklingen lassen. Die Shows sind natürlich nicht auf amerikanischem Niveau, so wie es sich die meisten unter euch gewohnt sind. Es wird viel gesungen und getanzt, Akrobatik kommt eher selten vor.

Danach haben wir noch kurz einen Abstecher in den Queens Room gemacht, dem Ballsaal an Bord. Es war echt cool einmal den älteren Passagieren beim Tanzen zuzuschauen!

Und dann, an unserem letzten Tag auf der Queen Victoria, kamen wir in Hamburg an. Gegen 10 Uhr haben wir das Schiff verlassen, ehe wir vorher nochmals ein leckeres Frühstück im Lido Buffet eingenommen haben.

Wir machten uns auf direktem Wege auf zu den Landungsbrücken, vorbei am Fischmarkt. Anschliessend haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht und die Binnenalster sowie die Reeperbahn unsicher gemacht. Falls du mehr über Hamburg erfahren möchtest, dann klicke hier.

Gegen den späteren Abend ging es dann wieder mit dem Flieger Heim.

Mein Fazit zur Reise mit der Queen Victoria

Die Queen Victoria als Schiff ist ideal von der Grösse und wunderbar gestaltet. Wer den britischen Stil mag und mal Ruhe par excellence geniessen möchte, ist hier genau richtig. Das Schiff kann bis zu 2200 Passagiere aufnehmen und bietet auf einer Länge von 294 Metern viele Unterhaltungsmöglichkeiten – für mich persönlich ideal! Wer es dann aber abends doch aktiver mag, ist hier dann doch nicht am richtigen Platz, denn ab 22 Uhr läuft dann praktisch nichts mehr auf dem Schiff.

Was ich persönlich auch super fand, ist die Aufmerksamkeit der Crew, das super Essen im Buffet- sowie Britanniarestaurant, die eigene Kaffeemaschine auf der Kabine und die Flasche Sekt zur Begrüssung.

Für meine nächsten Kreuzfahrten werde ich aber Cunard dann doch eher weniger in Betracht ziehen, da es für einen 18 Jährigen wie mich, schwierig ist abends entsprechende Unterhaltung geboten zu bekommen. Doch für ein erstes Mal war es super und sehr zu empfehlen!

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