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Schnupperkreuzfahrt auf der Le Champlain


Angekommen auf dem Schiff empfängt uns der Kapitän mit seiner ganzen Crew höchstpersönlich. Lächelnde Gesichter und ein warmes „Bonjour and welcome on board“ bestätigen die Gastfreundschaft der französischen Reederei Ponant. Genau, ich bin auf der Le Champlain eingecheckt, der neusten Expeditionsyacht von Ponant Croisières.

 

Auf meiner Kabine angekommen, wurde ich zu erst einmal überrascht: als ich die Kabinentüre öffnete, betrat ich nicht eine Deluxe oder Prestige Kabine, sondern eine luxuriöse Privilige Suite auf Deck 5 mit über 32 m2. Auf dem Tisch im kleinen Wohnbereich stand eine gekühlte Champagner Flasche und ein Korb voller Früchte – so ein Willkommen habe ich noch nie erlebt! Kurz darauf klopfte es an der Türe und die nette Houskeeping Dame sowie mein eigener Buttler stellten sich kurz vor. „If you have any problems or wishes, do not hesitate to ask us, we are here for you.“ sagten die beiden zum Schluss.

 

Von meinem Balkon aus, genoss ich noch einen letzten Blick auf die Stadt Bergen bevor es ins Restaurant Le Nautilius zum Abendessen ging. Übrigens: vor der Ankunft auf der Le Champlain haben wir noch kurz Bergen und das berühmte Quartier Bryggen besucht, wovon man ein wunderschönes Panorama geniesst.

 

Mit ein paar Kollegen aus der Branche teilten wir einen sechser Tisch und haben den Abend während einem ausgesprochen, gutem Abendessen ausklingen lassen, an uns vorbeiziehend die malerische Fjordlandschaft von Bergen. Das Ambiente im Restaurant war recht angenehm und obwohl es eine überschaubare Grösse hatte, wurde es nie zu laut.

GEIRANGER, NORWEGEN

Unsere Reise ging weiter Richtung Norden. Um genauer zu sein in die imposante Fjordlandschaft von Geiranger. Früh morgens machte ich mich ans Deck um das Gebirge mit seinen vielzähligen Wasserfällen zu bestaunen. Langsam ging die Sonne auf, es wurde heller. Gegen 12.30 Uhr kamen wir in Geiranger an und das erste Tenderboot wurde zu Wasser gelassen. Neben uns ankerte die wunderschöne AIDAbella, im herbstlichen Sonnenlicht.

 

Von Ponant aus wurde ein Ausflug organisiert, der verschiedene Stopps Rund um das Gebiet des Geiranger Fjords beinhaltete. Das 250 Seelendorf zeigte sich am heutigen Tag von seiner schönsten Seite und wir durften uns auf einen sonnigen Tag freuen.

Mit einem Reisebus fuhren wir zum Fjordsenter, ein Informationszentrum in Geiranger. Ein 10 minütiger Film zeigte die vier Jahreszeiten dieser Weltkulturerbe und auf einem anschliessenden Rundgang konnten wir das ehemalige Leben in Geiranger „entdecken“.

 

Weiter ging es zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet und von dort aus zum Eagel Bend. Die zweite Aussichtsplattform auf der gegenüberliegenden Seite von Geiranger bietet einen wunderschönen und imposanten Blick auf den Fjord und die „Seven Sisters“. Die sieben Schwestern (auf Deutsch) sind Wasserfälle, welche aus einer Höhe von 300 Metern in die Tiefe stürzen.

 

Nach unserem Ausflug ging es retour auf unsere Yacht und beim späteren Auslaufen genossen wir ein traditionelles Hup-Konzert zwischen der AIDAbella und der Le Champlain aus der Observation Lounge. Heute war nämlich Captains-Dinner angesagt und was gibt es besseres, als auf den heutigen Abend in der im Bugbereich liegenden Lounge anzustossen. Anschließend dinierten wir im Le Nautilius mit dem Kapitän höchstpersönlich. Das heutige Abendessen bestand aus einem 3-Gänge Menu und einer zusätzlichen Käseplatte. Das Essen war ausgezeichnet gut und lecker.

OLDEN, NORWEGEN

Als ich heute Morgen aus dem Fenster meines Balkons schaute, waren wir bereits in Olden angedockt. Die Sonne ging langsam auf und der Himmel färbte sich rötlich. Nach dem Frühstück ging es auf unsern zweiten und folglich letzten Ausflug zum Briskdal Gletscher. Auf dem Weg machten wir noch einen Fotostopp um die gigantische Landschaft zu betrachten. Angekommen bei einer Lodge durften wir individuell den Wanderweg ablaufen. Immer wieder trafen wir Wasserfälle und wunderschöne Wälder an. Am Ende dieses Weges schließlich die Gletscherzunge! Kaum waren wir dort angekommen, zückten wir unsere Handys und Kameras um das Panorama und diesen Moment einzufangen. Die Gletscherzunge wächst in den Winter- und Sommermonaten leider nicht mehr bis zum See, dies aufgrund der weltweiten Klimaveränderungen, die auch Norwegen betreffen. Schließlich liefen wir retour zur Lodge um dort noch bei Kaffee und Tee die Wanderung ausklingen zu lassen.

 

Da wir ziemlich spät wieder aufs Schiff kamen und das Abendessen rief, verpasste ich leider das Auslaufen. Doch auch vom Restaurant aus konnte man die Fjordlandschaft prima betrachten. Den späteren Abend haben wir bei einer Show im Theater ausklingen lassen. Drei Tänzerinnen und Künstlerinnen stellen für jede Kreuzfahrt eigene Shows zusammen, welche sich wirklich sehen lassen können. Natürlich nicht im gleichen Rahmen wir auf den grösseren Meeresriesen, doch die Qualität der Aufführung war ausgesprochen gut und im kleinen Rahmen sowieso sympathischer.

 

Als wir gegen 22.00 Uhr die Nordsee erreichten und wir aus dem Fjord waren, spürten wir den auf uns zu kommenden Seegang sehr. Das Schiff schaukelte uns wortwörtlich in den Schlaf – zu guter Glück war ich Seefest! 

FAZIT

Und dann kamen wir am vierten Tag wieder in Bergen an und es hieß Abschied nehmen von der Le Champlain. Mit dem organisierten Transfer ging es zum Flughafen und von da aus wieder in die Schweiz.

 

Das Schiff hat für mich eine ausgezeichnete Grösse. Mit nur 130 Passagieren hat Ponant eine wunderschöne Yacht entwickelt, die sich nicht nur von Aussen sehen lassen kann, sondern auch von Innen. Für die Passagiere bietet der neuste Flottenzuwachs zwei Bars/Lounges, ein Restaurant, ein Pool (beheizbar), ein bordeigener Spa-Bereich und ein Theater. Der Service und die Qualität der Speisen waren ebenso  überzeugend und ich kann es mir persönlich sehr gut vorstellen, wieder eine Kreuzfahrt an Bord der Schiffe von Ponant zu unternehmen. Vor allem wenn die Le Champlain in wärmeren Gewässern unterwegs ist, muss es ein Erlebnis sein, von der eigenen Marina ins Meer zu springen!

 

Ponant ist momentan auf allen Weltmeeren unterwegs. Egal ob eine Fahrt in der Karibik, dem Amazonas, in der Antarktis oder Arktis, im malerischen Mittelmeer oder auf den tropischen Inseln der Seychellen oder Südsee – für jeden bietet Ponant das perfekte Zielgebiet und Schiff. Und bei diesem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis umso mehr!

FACTS ZU PONANT

Die Compagnie du Ponant, kurz Ponant, wurde 1988 von Jean-Emmanuel Sauvée, Philippe Videau und weiteren Schiffsoffizieren gegründet und betreibt momentan sieben Schiffe. Das Reederei-Versprechen: kleine Schiffe, ausgefallene Routen und ein französisches Ambiente. Das erste Schiff der Reederei war die Le Ponant, ein drei Mast Segelschiff.

Zum Zeitpunkt des Reisebeginns am 10. Oktober 2018 war die Le Champlain junge 10 Tage alt und vor kurzem erst der Reederei übergeben. Das Schwesternschiff, die Le Lapérouse, wurde bereits im Juni getauft und vier weitere, baugleiche Expeditionsyachten dieser Explorer-Klasse werden in den Jahren 2019 und 2020 ausgeliefert.

Ponant plant somit eine Verdoppelung der Flotte bis 2020 und mit der Ankündigung der Le Commandant Charcot, dem ersten Eisbrecher der Reederei, neue Routen in unzugängliche Gebiete der Arktis und Antarktis.


Copyright by Dario Cremona und Ponant Kreuzfahrten

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CruiseExperience habe ich im Jahre 2015 gestartet, da ich all meine Erfahrungen und Erlebnisse Rund um das Thema Kreuzfahrt mit euch teilen wollte! Besonders auf Instagram hat sich meine Community rasant entwickelt und heute zählen wir gute 18'800 Follower - ein grosses Dankeschön dafür!

Auf diesem Blog poste ich regelmässig Beiträge zu den Themen Kreuzfahrten, Destinationen und persönliche Erlebnisse. Also, lass dich inspirieren für deine nächste Kreuzfahrt!


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