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Das Östliche Mittelmeer by Karin de Marco


Vor 10 Jahren unternahm ich meine erste Kreuzfahrt und war seither einige male mit MSC und Costa unterwegs. Ich liebe Kreuzfahrten, jeden Tag etwas Neues entdecken und das Hotelzimmer fährt immer mit, einfach herrlich.

 

Einmal buchten wir uns zwei Nächte in Venedig ein und bestaunten am späteren Nachmittag das Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes vom Markusplatz her. Wow, es war sehr imposant und der Gedanke, dass wir in einem Tag selber auf so einem Koloss mitfahren dürfen, steigerte die Vorfreude enorm. 

Ich weiss, es wird stark thematisiert ob die Schiffe noch in Venedig anlegen sollen oder nicht - aber darauf möchte ich nicht eingehen.

Dafür werde ich den Anblick welchen wir am nächsten Tag von Deck aus genossen nie mehr vergessen. Langsam fuhr das Schiff an den Häuser von Venedig vorbei, die vielen Menschen auf dem Markusplatz erschienen uns winzig klein. Ich konnte mich kaum sattsehen und es ist bis jetzt eine der schönsten Hafenein- und ausfahrt welche ich erlebt habe.

Die Ausfahrt aus Venedig - atemberaubend schön!
Die Ausfahrt aus Venedig - atemberaubend schön!
Alberobello und die Trulli Häuser
Alberobello und die Trulli Häuser

In Bari lohnt sich ein Spaziergang direkt vom Schiff in die schöne Altstadt. Oder aber man entscheidet sich für einen der vielen Ausflüge welche die Reedereien anbieten. Z.B. Alberobello mit den weltbekannten Trullis. Diese Kegelbauten werden heute noch als Wohnhäuser oder als Touristenläden benutzt. Mir hat es sehr gut gefallen. 

 

In Athen wurde unser Besuch der Akropolis richtig spektakulär. Bis anhin mit viel Sonne verwöhnt, erlebten wir an jenem 22. Oktober 2015 ein gigantisches Naturschauspiel. Ein Tornado zog über Athen! Während der Busfahrt vom Hafen zum Fusse der Akropolis verdunkelte sich der Himmel und es schüttete wie aus Kübeln. Die Strassen waren bald überflutet, doch unser Busfahrer fuhr tapfer weiter. 

Am Fusse der Akropolis angekommen entschieden sich wegen des garstigen Wetters viele Touristen gegen den Aufstieg. Wir jedoch nahmen den Weg unter die Füsse und marschierten tapfer durch Wind und Regen empor. 

Plötzlich stoppte der Regen und der Wind wurde schwächer. Oben angekommen bot sich uns ein gespenstischer aber gleichzeitig spektakulärer Ausblick. Der Himmel war rabenschwarz, es sah richtig furchteinflössend aus. Blitze zuckten unaufhörlich aus den schwarzen Wolken. Ich muss zugeben, ich hatte ein sehr mulmiges Gefühl und hoffte, dass die schwarze Wolkenwand nicht zu uns rüberzieht. Aber wenn wir schon mal da oben waren, wollten wir uns alles anschauen und marschierten zügig umher bevor wir uns wieder auf den Weg hinunter machten. Zeus der Wettergott meinte es gut mit uns und wir kamen im Trockenen unten an. Ich denke, so einen Anblick auf einen Tornado über der Stadt Athen hat man nicht alle Tage. 

 

Am Abend kamen Handynachrichten von besorgten Freunden, sie lasen folgende Schlagzeile: Tornado sorgt für Chaos in Athen. Es gab scheinbar immense Verkehrsstaus infolge überfluteten Strassen und stundenlange Stromausfälle. Wir aber hatten extrem Glück und kamen mit dem Bus gut wieder zum Schiff zurück.

Ein anderes mal entschieden wir uns, von Athen aus nach Piräus zu fahren und die Strasse oder wie man auch sagt, den Kanal von Korinth zu befahren. Der Kanal ist eine 6346 Meter lange künstliche Wasserstrasse, die das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes trennt und im Jahre 1893 eröffnet wurde. Der Seeweg verkürzte sich damit um rund 400 Kilometer. Heutzutage hat der Kanal seine wirtschaftliche Bedeutung verloren, dafür fahren nun kleine Ausflugsschiffe durch den Kanal. Auch dieser Ausflug gefiel mir gut, und während der gut einstündigen Busfahrt vom Schiff bis nach Piräus sieht man viel von der Umgebung.

Ein Highlight für uns ist jeweils das schöne Santorin. Schon der Anblick vom Schiff auf die Insel mit den steilen Felsen und ganz oben die weissen Häuser ist bezaubernd. 

Als wir das erste mal in Santorin waren, buchten wir eine Tour nach Oia. Dort klinkten wir uns aus und erkundeten das traumhaft schöne Oia auf eigene Faust. Es gibt an jeder Ecke etwas zu sehen und unzählige wunderschöne Ausblicke auf das Meer bieten sich einen an. Am liebsten wäre ich gleich ein paar Tage geblieben, das ist so ein traumhaft schönes am Fels gebautes Dorf. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir mussten mit dem Bus zurück nach Fira. 

 

Auch Fira ist sehr schön, es gibt viele Gassen mit herzigen Läden und einladende Beizli. Hier genossen wir gemütlich ein Getränk mit atemberaubender Aussicht aufs Meer und die beiden Kreuzfahrtschiffe.

Die Rückkehr aufs Schiff erfolgte auf eigene Faust. Unser Plan war, (Betonung auf ‚war‘) später mit der Seilbahn runterzufahren. Ende Oktober war das kein Problem, aber im September ist Saison und ausser uns hatten noch hunderte andere Personen dieselbe Idee... Die Warteschlange für die Seilbahn war endlos. Also entschieden wir uns für den Fussweg hinunter zum alten Hafen.

Man liest verschiedenes über diesen Fussweg, welchen man sich mit vielen Esel (Vierbeinigen😉) teilen muss. Wir hatten Glück, alle Eseli waren lieb und der Weg war trocken und gut begehbar, aber trotzdem anstrengend! Belohnt wird man mit der Aussicht, die einen ständig begleitet. Unten angekommen ging es mit einem Boot zurück auf unser Kreuzfahrtschiff. Auf dem Foto ist im rechten Drittel die Seilbahn zu sehen.

Santorin wir kommen wieder!

Ein weiterer wunderbarer Ort ist Dubrovnik. Wir legten am frühen Morgen an und fuhren mit dem schiffseigenen Shuttlebus vor die Toren der Altstadt. Dort lösten wir ein Ticket für die ca. 2 km lange Stadtmauer und spazierten einmal rundherum, absolut empfehlenswert. Die Aussicht aufs Meer und in die Altstadt ist wunderschön! Und wenn es Ende Oktober ist und man schon um acht Uhr morgens auf der Mauer ist, hat man den Weg fast für sich alleine. Ich habe mir sagen lassen, dass es in der Hochsaison kaum ein Durchkommen gibt, so aber schlenderten wir gemütlich dahin und genossen die traumhafte Aussicht. Anschliessend spazierten wir noch durch die Altstadt und gönnten uns eine wohlverdiente Kaffeepause.

Die Stadtmauer von Dubrovnik
Die Stadtmauer von Dubrovnik

Als krönenden Abschluss erwartete uns dann die einzigartige Einfahrt in Venedig. Es hatte Nebel und die aufgehende Sonne wie auch die Stadtlichter leuchteten uns den Weg.

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick gefallen und falls jemand bald auf Kreuzfahrt geht, wünsche ich eine gute Reise mit vielen schönen Erlebnisse.

 

Es grüsst euch herzlich

Karin De Marco

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CruiseExperience habe ich im Jahre 2015 gestartet, da ich all meine Erfahrungen und Erlebnisse Rund um das Thema Kreuzfahrt mit euch teilen wollte! Besonders auf Instagram hat sich meine Community rasant entwickelt und heute zählen wir gute 18'800 Follower - ein grosses Dankeschön dafür!

Auf diesem Blog poste ich regelmässig Beiträge zu den Themen Kreuzfahrten, Destinationen und persönliche Erlebnisse. Also, lass dich inspirieren für deine nächste Kreuzfahrt!


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