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Die Rhapsody of the Seas im Detail


Kaum vergeht ein Jahr, und schon wieder sind einige neue Kreuzfahrtschiffe vom Stapel gelaufen. Grösser, breiter, länger und luxuriöser - so sieht in etwa das Konzept vieler internationaler Reedereien aus. Muss man denn immer auf die neusten und grössten Kreuzfahrtschiffe, oder gibt es da noch andere Alternativen? In diesem Sommer ging ich das erste Mal auf ein Schiff von Royal Caribbean International. Nein, nicht auf die Harmony of the Seas, sondern auf die kleine Rhapsody of the Seas. 

Es war Januar. Schnee lag auf der Strasse, das Wetter war trüb und eisig kalt. Da entschied ich mich eine Kreuzfahrt zu buchen. Ich hatte die Schnauze wortwörtlich voll. So ging ich an meinen Laptop und stöberte im Internet herum, was es für Kreuzfahrten dieses Jahr gibt. Einwöchige Kreuzfahrten kamen nicht in Frage, und somit grenzte sich das Angebot ein. Nach circa einer Stunde stiess ich auf ein Angebot von Royal Caribbean: 12 Tage Rhapsody of the Seas ab/bis Venedig für gute 700€ in der Innenkabine inkl. Getränkepaket und Bordguthaben. Ohne lang zu zögern, buchte ich dann die Kreuzfahrt über ein Reisebüro welches in der Region liegt. 

Im Juli dieses Jahres ging es dann auf das 279 Meter lange Schiff von Royal Caribbean International. Ich habe bis jetzt immer positives von Freunden, Bekannten und von euch gehört, und deshalb ging ich mit positiven Gedanken auf diese Kreuzfahrt. 

Die Rhapsody ist im Gegensatz zu den andern Schiffen von RCI eher eines der Kleineren. Zu Ihrer Klasse gehören noch die Vision, Legend (wird 2017 die Flotte verlassen), Grandeur und Enchantment of the Seas. Die Schiffe verfügen über 11 Decks und sind daher eher klein ausgefallen. 

Als ich dann am 4. Juli in Venedig auf dem Schiff angekommen bin, wurde ich von der gigantischen Lobby überrumpelt. Gläserne Fahrstühle, komfortable Lounges und eine kleine Bühne beschmükten das grandiose Atrium.

Unterhaltung für Gross und Klein

Entertainment wird auf den Schiffen von Royal Caribbean gross geschrieben, und das merkte man auch! Jeden Morgen fing der Tag mit Yoga- oder Stretchingkursen an. Gegen den Nachmittag war es dann an Hafentagen eher ruhig mit gedämpfter Chill-Out Musik. An Seetagen war jedoch das Angebot riesig. Es reichte von Zumba-, Mal-, Bastel- oder Tanzkurse über Quiz- und Lesestunden bis hin zu Weinkostproben oder Kletterkurse. 

Abends wurden in allen Bars Livemusik gespielt. Vor allem in der "Shall we Dance Lounge" am Heck wurden die Gäste mit Karaoke unterhalten. An einigen Abenden gab es sogar Poolparties unter freiem Himmel! Da das Schiff eher klein ausgefallen ist, wurden auch die Theateraufführungen dementsprechend angepasst. Das hiess, anstelle von Akrobatik wurden vielmehr Broadwayproduktionen aufgeführt.

Für Kinder und Jugendliche gab es einen separaten Bereich auf Deck 10. Dort trafen sich die Babys, Kleinkinder und Jugendliche zum Spielen, Malen oder Tanzen. Ein Team betreute zudem auf Wunsch von den Eltern die Babys ganztägig. 

Essen und Trinken an Bord

Ich denke dieser Punkt ist ein sehr wichtiger Punkt, denn eine Kreuzfahrt mit schlechtem Essen und Getränken wäre ein Horror! Auf der Rhapsody war das Essen aber SPITZE! Ich war bisher nur auf den Schiffen von MSC und dachte, dort wäre das Essen schon gut. Als ich jedoch die Erfahrung bei Royal Caribbean gemacht habe, muss ich sagen, dass das Essen in den Haupt- und Büffetrestaurants viel besser ist, als auf den Schiffen von MSC. Die Gerichte waren immer sehr frisch zubereitet und auch die Auswahl war deutlich grösser als sonst. Einzig: Pizza und Pasta können die Amis leider nicht..

Bei den Getränken konnte ich mich nicht beklagen. Der einzige Hacken hier: Getränke sind bei Royal Caribbean sehr teuer. Auch die Getränkepakete sind überteuert. Im Gegensatz zu MSC und Costa müsste man sich bei RCI eine zweite Leber besorgen, damit sich ein solches Getränkepaket lohnen würde. 

Öffentliche Bereiche an Bord

Die Rhapsody of the Seas ist noch so ein klassisches Kreuzfahrtschiff würde ich sagen.

Das Schiff verfügt über ein Casino und einem Theater. Unterhalten werden die Gäste in den 5 Bars und Lounges. Speisen kann man im Hauptrestaurant Edelweiss Dining Room wie aber auch im Windjammer Büffetrestaurant. Es gibt zudem noch 3 Spezialitätenrestaurant: Izumi (asiatische Küche), Giovannis Table (italienische Küche) und Chops Grille (Steakhouse). Shoppen kann man auf dem Schiff ebenfalls, hier gibt es eine lange Shoppingmeile mit zahlreichen Läden.

Zwei Pools sorgen an heissen Tagen für Abkühlung. Jedoch ist eines davon überdacht und den Erwachsenen vorbehalten. Bei schlechten Tagen, kann es jedoch von allen Altersgruppen benutzt werden. 

Um Kalorien abtrainieren zu können, steht ein kleines Fitnesscenter zur Verfügung. Gefolgt wird es von der 10 Meter hohen Kletterwand die sich ebenfalls am Heck des Schiffes befindet. Wer es ruhiger mag und sich lieber verwöhnen lassen möchte, kann im Vitality Spa at Sea von verschiedenen Behandlungen auswählen. Einen Beauty- und Saunabereich befindet sich ebenfalls dort. 

Der Service an Bord

Kein Wunder wurde die Rhapsody of the Seas schon einige Male zum besten Schiff mit Service ausgezeichnet, denn ich muss ehrlich sagen, eine so nette und aufgestellte Crew wie auf diesem Schiff habe ich noch nie bei MSC oder in irgendeinem Hotel an Land gesehen. Ich denke immer, dass gerade die kleinen Gesten, es ausmachen, sich wie grosser Gast zu fühlen. Das merkte man hier besonders. Der Tag begann immer mit einem netten "Good Morning" oder "Nice to see you". Im Restaurants waren wir dann die "Darlings" und an der Poolbar nennte man mich "Bro", was übersetzt Bruder heisst. 

Ich fühlte mich rundum wohl und kann sagen, dass diese Crew die beste war, die ich je auf See angetroffen habe!

Das Fazit

Die Rhapsody of the Seas ist ein tolles Schiff. Man merkt schon, dass sie in die Jahre gekommen ist, aber durch die tolle Crew wurde sie immer wieder hier und da ausgebessert und frisch gehalten. 

Ich kann nach dieser Kreuzfahrt euch mit gutem gewissen sagen, dass Royal Caribbean eine tolle Reederei für gross und klein ist. Wir hatten immer frisches und gutes Essen, wurden von der Crew wie ein würdiger Passagier bedient und die Unterhaltung war immer vielseitig und TOP! 

Die Route ab/bis Venedig dauerte 12 Tage und war sehr toll. In meinem letzten Blogbeitrag habe ich ausführlich über die tollen Destinationen, die wir angefahren haben, geschrieben. Schaut doch dort noch vorbei!

Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, mit Royal Caribbean eine Kreuzfahrt zu unternehmen, dann zögert nicht und macht es! Verpassen tut ihr bestimmt nichts!

 

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für diese Woche. Schiff AHOI und bis zum nächsten Mal!

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CruiseExperience habe ich im Jahre 2015 gestartet, da ich all meine Erfahrungen und Erlebnisse Rund um das Thema Kreuzfahrt mit euch teilen wollte! Besonders auf Instagram hat sich meine Community rasant entwickelt und heute zählen wir gute 18'100 Follower - ein grosses Dankeschön dafür!

Auf diesem Blog poste ich regelmässig Beiträge zu den Themen Kreuzfahrten, Destinationen und persönliche Erlebnisse. Also, lass dich inspirieren für deine nächste Kreuzfahrt!


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