· 

Eine Herbstkreuzfahrt um Westeuropa


Der Herbstsonne entgegen schippern – das wärs doch! Ob Lissabon, Marokko, Andalusien oder die Kanaren, alle Destinationen um Westeuropa bieten ende Saison viel Sonne, warme Temperaturen und eine noch nicht verwelkende Landschaft. Viele Argumente sprechen also für eine Kreuzfahrt rund um Westeuropa!

In diesem Blogbeitrag zeige ich euch wie schön und vielseitig eine Kreuzfahrt um Westeuropa sein kann.

Es ist 09:00 Uhr morgens, die MSC Magnifica liegt schon am Hafen von Genua. Ich kann es kaum abwarten, endlich eine Kreuzfahrt um Westeuropa zu machen. Metropolen wie Lissabon oder Casablanca sind auf dem Programm, aber auch kleinere Städte wie Cadiz oder Gibraltar warten auf dieser Kreuzfahrt auf uns.

Pünktlich um 11:00 Uhr gehen die Gangways auf und unsere Gruppe mit dem Nummernschild 8 darf endlich aufs Schiff. Gebucht haben wir eine Balkonkabine mit Blick aufs Heck. Bevor wir aber aufs Zimmer gingen, machten wir uns auf den Weg ins Buffetrestaurant auf Deck 13. Mein erster Eindruck ist positiv. Das Schiff ist mittelgross und fasst gute 2500 Passagiere. Auf dieser Kreuzfahrt war sie jedoch nicht ausgebucht.

 

Nach einem ausgiebigen Mittagessen gingen wir auf unsere Kabine. Die Koffer standen schon vor der Kabine. Früher noch mit Zimmerschlüssel, heute mit eigener Bordkarte in Grösse einer Kreditkarte: Die Kabinen auf der MSC Magnifica öffnen sich leicht mit der MSC Cruisecard. Die Balkonkabine erstrahlte in grünen Farbtönen und der Balkon war grösser als diejenigen bei den „normalen“ Balkonkabinen auf Back- und Steuerbordseite.

Die Kabine überzeugte mit der Gestaltung und Lage, denn die Kabinen am Heck bieten einen Ausblick auf beide Seiten des Schiffes.

 

Um 17:00 Uhr ertönte dann das Schiffshorn und die Magnifica machte sich langsam im Takt zu „Time to Say Goodbye“ von Andrea Bocceli aus dem Hafen. Die Kreuzfahrt kann beginnen!

Lissabon

Unser erster Anlaufhafen war Lissabon in Portugal. Nach 2 Seetagen erreichten wir die Stadt am Fusse des Rio Tajo. Schon nur die Einfahrt in Lissabon bringt einige zum Staunen. Die Kulisse ähnelt San Francisco. Mit 12 Knoten fuhren wir langsam unter der Brücke Ponte 25 de Abril hindurch.

 

Das Schiff lag bis um Mitternacht im Hafen. Wir hatten also genügend Zeit um Lisboa zu entdecken. Mit dem Hopp on Off Bus fuhren wir kreuz und quer durch die Stadt. Viel sehenswertes haben wir nicht gesehen. Das mag daran liegen, dass wir die falsche Linie genommen haben. Nach einer Stunde in diesem Doppeldecker stiegen wir dann an der Placa do Comércio aus. Sie ist wohl die bekannteste Piazza in Lissabon. Hier findet man tolle Restaurants und auch Läden um ein bisschen herumschlendern zu können. Am Abend ist die Placa ein wichtiger Sammelpunkt für Jung und Alt. Hier treffen sich einfach ALLE!

 

Unsere Tour führte noch durch die Gassen Lissabons und es ist schon toll zu sehen wie eine Stadt so liebevoll und lebendig sein kann. Von der Placa aus empfiehlt sich auch ein Besuch zum Torre de Belem und der Kathedrale von Lissabon. Der Torre de Belem stammt noch aus der Zeit der Mauelinik. Er ist auch eines der wenigsten Sehenswürdigkeiten, die das Erdbeben in Lissabon überlebt haben. Seit daher gehört er zu einem Muss bei einem Besuch in Lissabon. Man sieht ihn auch bei der Einfahrt in den Hafen.

Unser Abendspaziergang führte schlussendlich noch zur Kathedrale. Ich finde ja solche Gebäude sehr beindruckend, wenn man jedoch schon zig tausend Kathedralen gesehen hat, reichte es mir sie nur von Aussen zu sehen. Schliesslich fuhren wir noch mit der weltberühmter Strassenbahn Lissabons durch Lissabon selber. An Sommernächten ist hier nachts schon einiges los.

Um 23:00 Uhr ging es dann zurück aufs Schiff. Bei Poolparty und einigen Drinks verliess die Magnifica Lissabon und verabschiedete sich mit 3 kurzen Signaltönen.

 

Kleiner Tipp: Wer einen herrlichen Ausblick über Lissabon geniessen möchte, sollte unbedingt auf den Elevador de Santa Justa.

Casablanca

Früh morgens um 06:00 kamen wir bei Nebel in Casablanca an. Die marokkanische Stadt zeigte sich dann doch um 08:00 mit viel Sonnenschein und heissen Temperaturen. 30 Grad wurden erwartet.

Ja, dann war es soweit. Mit einem französischsprechenden Taxifahrer haben wir dann ausserhalb des Terminals zu einem fairen Preis eine Tour durch Casablanca vereinbart. Er führte uns zur Grossen Moschee, zum Marché Central und zum Palais de Justice.

Die Grande Mosquée Hasan II ist die zweit grösste Moschee der Welt. Sie beeindruckt einerseits durch die Grösse, anderseits durch die Verzierung mit Mosaiken. Gestütz wird sie von 78 Säulen und kann bis zu 25'000 Glübige aufnehmen. Das Minarett zudem 210 Meter hoch.

Wer jedoch die Moschee aus einer andern Perspektive fotografieren möchte, sollte unbedingt zum nahe gelegenen Strand fahren. Baden ist dort nicht so empfehlenswert, aber die Fotos werden garantiert Fotoalbumreif.

Nach diesem Besuch fuhren wir zum Palais de Justice. Der Palais de Justice befindet sich auf dem Platz Mohamed V. Mit Palmen und exotischen Pflanzen umgeben, liegt der Palast im Herzen von Casablanca. Das Gebäude ist mit vielen Moasiken und Schnitzereien verziert und gilt heute als Präfektur.

Als krönenden Abschluss unserer Halbtagestour durch Casablanca, gingen wir noch in den Marché Central. In dieser Markthalle wimmelte es nur so von genüsslichen Früchten, frischen Meerestieren und verlockenden Süssigkeiten. Vielleicht kennst du es ja aus der Markthalle bei der La Rambla in Barcelona.

 

Casablanca ist eine aufregende Stadt. Viele Menschen treffen hier aufeinander und die lärmige Grossstadt reicht vollkommen für einen Stopp mit dem Schiff.

 

Für diejenigen die mehr Zeit zur Verfügung haben, lohnt sich auch einen Ausflug nach Rabat. Geführte Touren durch die Reederei gibt es sicherlich.

Cadiz

Cadiz ist so ziemlich eine meiner Lieblingsstädte in Andalusien. In meinem letzten Beitrag über Städte in Spanien habe ich schon mal über Cadiz berichtet. Klicke hier für weiter tolle Informationen zu dieser Stadt am Atlantik.

 

Wer übrigens mehr Zeit in Andalusien zur Verfügung hat, sollte unbedingt eine Reise nach Sevilla machen. Ist sehr Lohnenswert!

Gibraltar

Schon nur die Einfahrt in den Hafen von Gibraltar zeigt wie wichtig Gibraltar für den Handel ist. In der Bucht warten hunderte Tank- und Containerschiffe auf die Weiterfahrt über den Atlantik oder ins Mittelmeer. Die Magnifica jedoch konnte bequem an all diesen Schiffen vorbeifahren und neben der Celebrity Eclipse anlegen.

 

Wir kamen erst um 17.00 Uhr an, und deshalb lohnte sich ein Besuch auf dem Felsen von Gibraltar nicht. Stattdessen liefen wir die Waterport Wharf Road hinunter bis zur Grand Casemates Square. Hier spielt sich das Leben in Gibraltar ab. Die zahlreichen Restaurants, Bars und Gelaterias laden Touristen und Einheimische ein um die Köstlichkeiten Englands auszuprobieren, denn Gibraltar war einst eine Kolonie Grossbritanniens. Fisch and Chips ist hier also üblich.

Von diesem Platz aus gelangt man dann bequem in die Main Street. Hier befinden sich quasi alle Einkaufsläden die man von einer britischen Einkaufsmeile erwarten kann.

Durch das Southport Gate verlässt man die Altstadt. Von dort aus erreicht man den Trafalgar Cemetry. Hier sind alle britischen Seeleute, die bei der Schlacht von Trafalgar ums leben kamen, vergraben. Wer etwas ruhigeres sucht, findet auf der rechten Seite der Europa Road die Alameda Botanical Gardens. Wie es der Name schon sagt ist es ein Botanischer Garten, der auch zu Fuss sehr gut erreichbar ist. Von dort aus kann man dann die Seilbahn auf den Gibraltar Rock, oder besser gesagt, auf den Affenberg nehmen.

 

Um 24.00 Uhr fuhren wir dann mit der Magnifica ab und glitten an der beleuchteten Stadt vorbei wieder nach Genua.

 

Tipp: Da Gibraltar sehr klein ist, kann man die „Halbinsel“ sehr gut zu Fuss ablaufen.


Ihr seht also, dass die Iberische Halbinsel gegen Herbst doch noch warme Temperaturen und sonnige Aussichten bietet. Wieso also nicht noch auf eine Kreuzfahrt rund um Westeuropa?

 

Im nächsten Blogbeitrag über Destinationen werde ich über meine Highlights auf den Kanarischen Inseln berichten. Schaut also ab und zu hier vorbei oder abonniert mich kostenlos auf Instagram. Bis dahin, Schiff ahoi!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

ABOUT ME

CruiseExperience habe ich im Jahre 2015 gestartet, da ich all meine Erfahrungen und Erlebnisse Rund um das Thema Kreuzfahrt mit euch teilen wollte! Besonders auf Instagram hat sich meine Community rasant entwickelt und heute zählen wir gute 18'800 Follower - ein grosses Dankeschön dafür!

Auf diesem Blog poste ich regelmässig Beiträge zu den Themen Kreuzfahrten, Destinationen und persönliche Erlebnisse. Also, lass dich inspirieren für deine nächste Kreuzfahrt!


WÄHLE DEINE SPRACHE


SHARE THIS WEBSITE


BEREITS ERWÄHNT WORDEN IN